Virtual Reality (VR)

Zusatzangebot & therapeutische Unterstützung

Was ist VR in der Psychotherapie?

In unserer Praxis nutzen wir moderne Virtual-Reality-Systeme, um therapeutische Situationen realitätsnah, sicher und kontrolliert nachzustellen. VR ermöglicht es, Ängste gezielt anzugehen, Entspannung zu vertiefen und diagnostische Fragestellungen alltagsnah zu prüfen – ohne die Praxis verlassen zu müssen.

  1. Indikationsklärung & Zielsetzung
    Wofür VR eingesetzt wird (z. B. Prüfungssituation, Menschenmengen, Entspannung)
  2. Technische Einführung
    Erklärung des Systems, Funktionsweise, Sicherheit; Anpassung der VR-Brille
  3. Durchführung der VR-Sequenzen
    In ruhiger Umgebung
    Intensität individuell angepasst (Anzahl der Personen, Höhe, Schwierigkeitsgrad)
    Jederzeit durch die Patientin / den Patienten unterbrechbar
  4. Nachbesprechung & Verarbeitung
    Auswertung der Reaktionen
    Ableitung therapeutischer Übungen, Strategien oder nächster Schritte

Dauer: typischerweise 20–45 Minuten, einzeln oder eingebettet in eine reguläre Therapiesitzung

Bereiche, in denen wir VR nutzen:

  1. Exposition & Konfrontation
    Prüfungs- und Vortragsangst
    Große Menschenmengen
    Spritzenphobie, Tierphobien
    Höhenangst, Flug- oder Verkehrsmittelangst
    Soziale Angst
  2. Entspannung & Achtsamkeit
    Achtsamkeitsübungen in beruhigenden VR-Umgebungen
    Atemübungen
    Stressreduktion durch immersive Szenarien
  3. Diagnostische Unterstützung
    Beobachtung von Reaktionen in alltagsnahen Situationen
    Unterstützung bei ADHS- oder Angstdiagnostik
    Situative Belastungseinschätzung

Kosten & Abrechnung:

  1. Integration in die laufende Therapie
    VR kann kostenfrei Bestandteil einer regulären Psychotherapiesitzung sein, wenn therapeutisch sinnvoll
    Gilt für gesetzlich Versicherte, Privatversicherte, Beihilfe, BG / OEG / Sozialrecht oder Selbstzahler:innen
  2. Ergänzende IGeL-Leistung (Selbstzahlerangebot)
    VR unabhängig von laufender Therapie oder als zusätzliches Training
    Geeignet für: spezifische Übungen zwischen Therapien, diagnostische Szenarien oder realistische Vorbereitung auf Alltagssituationen (z. B. Vortrag, Arzttermin)
    Kosten: 40–70 € pro Sitzung (20–45 Min.), privat zu zahlen, in der Regel nicht von Krankenkassen übernommen

Für wen eignet sich VR nicht?

  • Starke Neigung zu Motion Sickness (vorher besprochen)
  • Bestimmte neurologische Erkrankungen (Einzelfallentscheidung)

VR wird nur eingesetzt, wenn es sinnvoll, sicher und therapeutisch angemessen ist.
Unser Empfangsteam unterstützt Sie gerne bei Terminvergabe und Organisation.